50 ECMO-Behandlungen am Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg
16. Juli 2026
Seit August 2023 setzt das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg auf extrakorporale Verfahren zur Versorgung schwerstkranker Patientinnen und Patienten. Nun hat das multiprofessionelle Team des Zentrums für Intensivmedizin unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. W. Alexander Osthaus einen besonderen Meilenstein erreicht: die 50. ECMO-Behandlung.
Für die extrakorporale Unterstützung kommt am Standort Rotenburg die CARL Technologie von Resuscitec zum Einsatz. Damit hat das Klinikum sein intensivmedizinisches Behandlungsspektrum um eine hochspezialisierte Technologie erweitert, um Herz und Lunge vorübergehend unterstützen zu können.
Hochspezialisierte Intensivmedizin für kritische Situationen
Am Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg werden sowohl extrakorporale Verfahren bei schwerem Lungenversagen als auch bei schwerem Kreislaufversagen eingesetzt – beispielsweise im Zusammenhang mit einem kardiogenen Schock oder einer Reanimation. Darüber hinaus nutzt das Klinikum die extrakorporale Technologie bei ausgewählten Eingriffen an der Bauchaorta, um die Durchblutung der unteren Körperhälfte und der Extremitäten zu unterstützen.
50 Behandlungen als Ergebnis konsequenter Teamarbeit
Mit der 50. ECMO-Behandlung hat das Zentrum für Intensivmedizin innerhalb von weniger als drei Jahren nach Einführung des Verfahrens einen wichtigen Meilenstein erreicht.
„Die 50. ECMO-Behandlung ist für uns ein besonderer Meilenstein. ECMO ist hochkomplexe Intensivmedizin und erfordert viel Wissen, Aufmerksamkeit und Handlungssicherheit“, erklärt Nils Weseloh, pflegerische Leitung des ECMO-Teams. „Dass wir dieses Verfahren hier in Rotenburg anbieten können, ist nur durch eine starke multiprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflege, Ärzteschaft, Physiotherapie und allen weiteren beteiligten Fachbereichen möglich.“
Gerade bei extrakorporalen Therapien zeigt sich, wie entscheidend das Zusammenspiel von Technologie, klinischer Expertise und eingespielten Prozessen ist. Die erfolgreiche Etablierung eines solchen Angebots setzt nicht nur die entsprechende technische Infrastruktur voraus, sondern insbesondere ein erfahrenes und kontinuierlich geschultes Team.
Hochspezialisierte Versorgung direkt in der Region
Die wachsende Zahl an Behandlungen zeigt zugleich den Bedarf an einer wohnortnahen Versorgung für kritisch erkrankte Patientinnen und Patienten. Prof. Dr. W. Alexander Osthaus, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Instituts für Anästhesie und Intensivmedizin, betont: „Dass wir die für ECMO-Zentren geforderten Fallzahlen voraussichtlich bereits in diesem Jahr erfüllen werden, zeigt eindrucksvoll, dass dieses Angebot in unserer Region benötigt wird. Für die betroffenen Patientinnen und Patienten bedeutet das einen schnelleren Zugang zu hochspezialisierter Intensivmedizin vor Ort.“
CARL als Teil der extrakorporalen Versorgung in Rotenburg
Dass CARL heute am Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg in der extrakorporalen Versorgung eingesetzt wird, ist für uns bei Resuscitec ein wichtiges Beispiel dafür, wie innovative Medizintechnik in leistungsfähige klinische Strukturen integriert werden kann.
Der Meilenstein von 50 ECMO-Behandlungen steht dabei vor allem für die Arbeit des gesamten Teams in Rotenburg: für medizinische und pflegerische Kompetenz, interdisziplinäre Zusammenarbeit und den konsequenten Aufbau eines hochspezialisierten Versorgungsangebots.
Wir gratulieren dem gesamten ECMO-Team des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg zu diesem Meilenstein und freuen uns, mit unserer CARL Technologie Teil dieser Entwicklung zu sein.
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