Kontrollierte Ganzkörper-Reperfusion


In Deutschland erleiden ca. 100.000 bis 200.000 Menschen/Jahr einen akuten Herz-Kreislaufstillstand und müssen kardiopulmonal wiederbelebt werden. Eine überwiegende Mehrheit der Patienten überlebt den akuten Kreislaufstillstand nicht, im seltenen Überlebensfall ist eine hohe Rate an dauerhaften Hirnschädigungen zu beobachten.

Als mögliche Ursache der Schädigung des Gehirns und des gesamten Körpers kommt ein Ischämie/Reperfusionsschaden in Betracht, der über eine Schädigung bzw. ein Absterben der Zellen zur Organdysfunktion oder - im Extremfall – zum Organversagen führt.

Die Ischämie bedingt einen Mangel an Substraten und Energie in den Zellen, gleichzeitig akkumulieren die entsprechenden Abbauprodukte. Dadurch gerät der zelluläre Stoffwechsel zunehmend außer Kontrolle und wichtige Zellstrukturen werden zerstört. Ungleich wichtiger scheint jedoch die gesteigerte Empfindlichkeit der ischämischen Zelle gegenüber Schädigungen, die in der Phase des Wiedereinsetzens des Kreislaufs (Reperfusion) entstehen.
Eine „unkontrollierte“ Reperfusion kann in den vorgeschädigten Zellen eine Reihe von Stoffwechselprozessen triggern, die selbst schwere Zellschäden bis hin zum Zelltod verursachen können und als Ischämie/Reperfusionsschaden bezeichnet werden.

Das Ziel einer „kontrollierten Reperfusion“ ist es entsprechend, über die Kontrolle des Reperfusats und der Reperfusionsbedingungen derartige Zellschäden zu limitieren.

Die Forschungsgruppe um Prof. Beyersdorf hat sich vor über 10 Jahren die Aufgabe gestellt, ein komplett neues Therapieverfahren zur kardiopulmonalen Reanimation zu entwickeln. Aufbauend auf den Kenntnissen der kontrollierten Reperfusion in Organsystemen wie Herz, Lunge, Niere und Extremitätenmuskulatur wurde die Situation des akuten Herz-Kreislaufstillstandes unter diesem Aspekt evaluiert.

Ziel ist es, die pathophysiologischen Zusammenhänge an einem geeigneten Großtiermodell klinisch nachzuweisen und aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen neuartige Therapiekonzepte für Patienten mit Herz-Kreislaufstillstand zu entwickeln.

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